Drei Samtgemeinden gehen im Landkreis Lüneburg den Weg der Zusammenarbeit – Die Ergebnisse sprechen für sich und weitere Kooperationen folgen. Es sind einige der großen Themen der Energiewende: Die Kommunale Wärmeplanung als Pflichtaufgabe zum einen und zum anderen die Einsparung von Kosten für Strom und Gas, um die kommunalen Haushalte zu entlasten. Letzteres betrifft vor allem Schulen, Kitas und die Rathäuser, in denen die Energiekosten einen großen Teil der Unterhaltung ausmachen - Tendenz steigend.
Bei komplexen Planungsvorhaben, die den kleineren Kommunen auferlegt werden, kann es sich lohnen, Expertise und Zeitkontingente zu bündeln, weil das erforderliche Fachpersonal nicht immer in vollem Umfang bereitsteht. Fachwissen ergänzt sich, Vorarbeiten wie Recherche und Grobplanung können mitunter aufgeteilt werden.
Dazu Laars Gerstenkorn, Samtgemeindebürgermeister in Scharnebeck: „Bei der Wärmeplanung konnten wir dank der Zusammenarbeit mit Frau Kraake, Samtgemeindebürgermeisterin in Dahlenburg, und ihren Mitarbeitern, deutlich schneller und kostengünstiger unsere Pflichten erfüllen. Wir haben unsere Kräfte gebündelt und in beiden Kommunen ist der Wärmeplan bereits verabschiedet. Nun geht es an die Umsetzung der Maßnahmen.“ Auch im Rathaus der Samtgemeinde in Dahlenburg sieht man positive Ergebnisse. Uta Kraake, Samtgemeindebürgermeisterin Dahlenburg: „Besonders freue ich mich darüber, dass für uns nun auch noch ein Vorreiterbonus in fünfstelliger Höhe vom Land Niedersachsen in Aussicht steht. Ohne die Kooperation mit Scharnebeck, hätten wir das so schnell nicht hinbekommen. Am Ende wäre die Wärmeplanung für uns teurer geworden.“
Beim Energiemanagement für Kommunale Gebäude gehen die Samtgemeinde Ilmenau und Scharnebeck gemeinsam voran. Zunächst wurde in engem Austausch an den Fördermittelanträgen gearbeitet. Jetzt da die Fördermittel bewilligt sind, geht es ans Energiesparen.
Peter Rowohlt, Samtgemeindebürgermeister Ilmenau: „Durch Optimierungen beim Energieverbrauch schützen wir unseren klammen Haushalt und das Klima. Die Fachleute aus Scharnebeck und der Samtgemeinde Ilmenau sind dazu regelmäßig im Austausch. Ich erhalte dazu sehr positive Rückmeldungen aus meinem Hause.“ Impulse aus dem Inneren der Verwaltung kommen häufig von den zuständigen Mitarbeitern für Klimaschutz oder Energiemanagement: Energiemanager Hinrich Rörup (Ilmenau) und Klimaschutzmanager Carl Sasse (Scharnebeck) arbeiten im Hintergrund an der organisatorischen Umsetzung von Energiesparmaßnahmen. Rörup und Sasse unisono: „Für uns ist die Rückendeckung unserer Verwaltungschefs elementar. Das ist unsere Bank, denn es sind schon einige Veränderungen in den Abläufen erforderlich, um an der einen oder anderen Stelle noch mehr einzusparen.“ Die Hausmeister in den Schulen und anderen Gebäuden sind bei den Energiesparprojekten direkt beteiligt. Die Samtgemeinden haben mehrere Schulungen mit Austauschmöglichkeiten organisiert. An den Veranstaltungen nahmen auch Hausmeister anderer Kommunen des Landkreises teil. Sasse: „Die Hausmeister sind unser technisches Fachpersonal in den Gebäuden. Auf den Schulungen sind Kontakte entstanden zwischen den Kollegen, die heute regelmäßig für Fachliche Beratungen genutzt werden.“
