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Domäne / Kloster Scharnebeck

Zisterzienserkloster Scharnebeck

Am 19. Januar 1253 wurde das Zisterzienserkloster von Steinbeck nach Scharnebeck verlegt. Der Landesherr, Herzog Otto das Kind, übertrug
diesem Grundbesitz und Höfe in Scharnebeck, Erbstorf und Echem, um die Verlegung des Klosters zu unterstützen.
Etwa 1448 besaß das Kloster Grundbesitz und Höfe in 108 Dörfern im Bereich des Alten Landes, den Vierlanden und der Elbmarsch bis in die
Heide vor Soltau und um Uelzen.
Weiterhin gehörten dem Kloster 5,4 % der Anteile der Lüneburger Saline und zeitweise auch 12,5 % der Anteile am Silberbergwerk Rammelsberg
bei Goslar.

Im Jahre 1331 wurde von den Konventen der Klöster Hardehausen und Scharnebeck die Höchstzahl der Mönche auf 30 und die der Laienbrüder
(Konversen) auf 40 festgelegt. Um 1500 lebten 45 Mönche und Konversen im Kloster.
                             
Am 23. Oktober 1531 wurde das Kloster in Folge der Reformation aufgelöst und das Vermögen fiel an den Landesherrn, Herzog Ernst dem Bekenner. Dieser bildete für die Verwaltung des Klosterbesitzes das Klosteramt Scharnebeck und baute die Hauptgebäude des Klosters zu einem Schloss aus. Dieses diente seiner Schwiegertochter Herzogin Ursula von 1598 – 1620 als Witwensitz; bis zum Jahre 1604 hatte auch ihr Sohn Herzog August der Jüngere (der spätere Regent in Wolfenbüttel) hier seinen heimatlichen Wohnsitz.

Die Kirchengemeinde Scharnebeck konnte eine so riesige Kirche nicht unterhalten. Die Klosterkirche wurde baufällig und musste ab 1712 größtenteils abgerissen werden.

Unter Verwendung des alten Chorraumes erfolgte 1723 der Bau der wesentlich kleineren heutigen St.-Marien-Kirche. Der Landesherr, Georg I,
Kurfürst von Hannover und zugleich König von Großbritannien, trug die Baukosten und ließ deshalb sein Wappen über dem Kircheneingang anbringen.

 

 

Domäne

1510 gebaut, diente die Domäne ursprünglich als Wirtschafts- und Speichergebäude und behielt auch nach der Auflösung des Klosters diese
Funktion. Das Erdgeschoss wurde zuletzt als Wohngebäude genutzt. Noch um 1990 lebte die letzte Bewohnerin in dem Haus. Nachdem die
Samtgemeinde Scharnebeck das Gebäude 1990 gekauft hatte, wurde es unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes gründlich restauriert
und umgebaut. 1994 konnte die Fertigstellung gefeiert werden. Die Domäne wird für Trauungen, als Seminarräume für die Volkshochschule
Region Lüneburg und vor allem für die kulturellen Veranstaltungen, die in der Samtgemeinde jeden Monat stattfinden, genutzt. Von Konzerten,
über Lesungen bis hinzu Veranstaltungen, es ist für jeden etwas dabei. Lassen Sie sich von dem abwechselungsreichen Angebot überraschen.
Begleitet werden die Abende immer mit einer Kunstausstellung.

Neben der Domäne finden sich noch weitere Gebäude und Landschaftsmerkmale in und um Scharnebeck, die man in einem ca. zweistündigen
Spaziergang erfahren kann.
Wer sich näher mit dem Thema Kloster Scharnebeck befassen möchte, der sollte sich an Herrn Dr.Hans-Henning Rausch wenden. Der
Wahl-Scharnebecker befasst sich seit Jahren mit dem Kloster und seinen Besitzungen und hat sich über die Zeit ein umfangreiches Fachwissen
angeeignet, dass er gerne mit Interessierten im Rahmen von Führungen teilt. Diese Führungen sind kostenlos und können mit Herrn Dr.
Rausch am Telefon  unter 04136 /1658 vereinbart werden.